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Pedigree Dogs Exposed

Pegidree Dogs Exposed – ein trauriges und zutiefst verstörendes Pflichtprogramm für Tierschützer und alle, die gern beim Züchter kaufen würden…

 

 

Geschrieben von finchenswelt am 15. August 2012 | Abgelegt unter Allgemein,Internetfundstücke,Tierrechte,Tierschutz | Kommentare deaktiviert

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Profile (Auslands-)Tierschutz aus der Sicht deutscher Auswanderer in Spanien:

Persönliche Erfahrungen aus dem Tierschutz vor Ort, Gedanken zum Auslandstierschutz im Allgemeinen, sowie einige Anekdoten aus dem Leben als Deutsche in Katalonien.

5 Wochen Fulla

Heute ist Fulla 5 Wochen bei uns. Von einigen kleinen Rückschlägen in der letzten Woche abgesehen (bei Madame kamen wieder ein wenig die territorialen und eifersüchtigen Tendenzen durch), haben wir uns recht gut zusammengerauft. Besonders schön ist, dass Petra keine Angst mehr vor Fulla hat und sich wieder völlig frei im Haus bewegt. Das war uns am Wichtigsten, da Petra zu Anfang offensichtlich unter Fullas Einzug gelitten und sich sehr zurückgezogen hatte. Nun würde Petra sogar gern mal mit Fulla spielen, doch das ist unter Fullas Würde. Fulla ist nach wie vor ein echtes Schmusemonster und läuft mittlerweile draußen fast ausschließlich ohne Leine, was dank ihrer Gehorsamkeit (zumindest meistens) sehr gut funktioniert.

Geschrieben von finchenswelt am 15. August 2012 | Abgelegt unter Allgemein,Fulla | Kommentare deaktiviert

Sommerloch und Langohren

Seit Fulla vor 5 Tagen ihren ersten Hasen bei uns im Campo gesehen hat, geht es hoch her. Madame muss jetzt auf jedem Spaziergang jedem kleinsten Rascheln nachgehen – es könnte ja der Langohrmann vom Samstagabend sein.

Ansonsten sind die Hunde angesichts der mörderischen Hitze in eine Art Dauerkoma gefallen, dass sie nur unterbrechen, um sich ächzend auf ein anderes kaltes Fleckchen Fußboden fallen zu lassen.

Geschrieben von finchenswelt am 2. August 2012 | Abgelegt unter Allgemein,Fulla,Leben in Spanien,Petra | Kommentare deaktiviert

Erster Besuch in der Perrera von Huesca

Vor fast genau einem Jahr war ich das erste Mal in der Perrera von Movera und habe dort Petra und Renato abgeholt. Heute war es nun Zeit für den ersten Besuch in der Perrera von Huesca, als ich die für eine deutsche Familie reservierte Sabuesa Neli nach Berga gebracht habe. Dank der tollen Beschreibung von Maria war die Perrera (irgendwo im Nirgendwo nördlich von Huesca, wie so viele Perreras makabarerweise direkt neben dem örtlichen Schrottplatz gelegen) schnell gefunden. Es präsentierte sich mir kein Ort des Grauens, sondern eine sehr ordentliche, saubere, gepflegte Anlage mit freundlichen, engagierten, interessierten Mitarbeitern. Auf einen Rundgang entlang der Zwinger habe ich dennoch verzichtet, kann ich den vielen armen Nasen doch ohnehin nicht helfen, weder privat noch über das im Sommer ebenfalls immer voll belegte Tierheim Berga.

Natürlich war ich aber neugierig und wollte wissen, welche Rassen und Hundetypen in Huesca ganz besonders Hilfe benötigen würden. Die Antwort der Perreramitarbeiterin fiel an sich genauso aus wie erwartet: In Huesca stirbt längst kein gesunder Galgo mehr, da es zahlreiche Organisationen gibt, die die Galgos aus den Perreras holen und in Spanien und Europa vermitteln. Zumindest hier in Nordspanien wäre es langsam an der Zeit, die weit verbreiteten und vermittlungstechnisch sehr beliebten Horrormeldungen über die en masse in Perreras getöteten Galgos einmal ein wenig der Realität anzupassen. Die Podencos haben es durch die fehlende Lobby schon sehr viel schwerer, wobei einige der Podencos aus Huesca augenblicklich nach Italien vermittelt werden. Über Sinn und Unsinn von Vermittlungen aus einem Tierschutzentwicklungsland ins nächste lässt sich sicher streiten, die betroffenen Podencos und auch die Perreramitarbeiter haben dazu sicher eine sehr entschiedene Meinung. Die in den italienischen Canilies dahinvegetierenden und übersehenen Promenadenmischungen sicherlich auch.

Während mittlerweile auch für einige Sabuesos die Perrera nicht mehr die letzte Station ihres Lebens sein muss (die besonders langohrigen und knuffigen Vertreter haben sich einen kleinen Liebhaberkreis aufbauen können, der zwar bei weitem nicht mit der Galgo-Fangemeinde mithalten kann, jedoch einen Hauch von Hoffnung für die Vielohren gebracht hat), haben Pointer und Bracken ganz schlechte Karten. Weder sind sie „edel und exotisch“ wie die Galgos, noch „knuffig und dödelig“ wie die Sabuesos, sondern eben einfach irgendwelche ganz gewöhnlichen Jagdhunde, die übersehen und übergangen werden. Und die Perrera von Huesca ist grundsätzlich voll mit diesen Jagdhunden. Um einmal Zahlen zu nennen: Diesen Monat wurden 82 Hunde in die Perrera gebracht. 50 konnten, zumeist an andere Tierschutzvereine und Tierheime in Spanien und Europa, vermittelt werden. Wohin nun also mit den übrigen 32 (darunter die Schlappohren, Schäferhunde und Senioren in der Überzahl), wenn davon auszugehen ist, dass es im nächsten Monat nicht so viel anders aussehen wird?

Das Problem sind, ebenso wie in Movera, nicht die „bösen“ Mitarbeiter oder die „katastrophalen“ Zustände in der Perrera, sondern das System an sich, das Wegwerfen-und-neu-Kaufen nicht nur toleriert, sondern noch fördert. Retter – spanische wie europäische – gibt es viele, die einzelne Hunde aus den Perreras holen und vermitteln. Doch viel zu wenige Tierschützer konzentrieren sich auf die politische, nachhaltige Arbeit, durch die tatsächlich etwas verändert würde. Diese Arbeit ist auf den ersten Blick undankbarer, guckt man doch erst einmal nicht in die Augen des „durch mich geretteten“ Hundes, beißt sich vielleicht lange Zeit mühsam und schmerzvoll die Zähne aus, bis der erste kleine Erfolg zu verbuchen ist. Keiner klopft einem auf die Schulter oder fällt vor einem auf die Knie. Aber wie sollen alle Retter gemeinsam es schaffen, neben den geretteten 50 auch noch die übrigen 32 Hunde unterzubringen, wenn nicht das System langfristig dahingehend verändert wird, dass diese 32 Hunde gar nicht erst entstehen und nicht entsorgt werden?

Für zu viele ist der Tierschutz eine Art Selbsttherapie geworden, bei der das eigentliche Ziel, nämlich die Abschaffung des Elends an sich, viel zu oft aus den Augen verloren wird.

Geschrieben von finchenswelt am 28. Juli 2012 | Abgelegt unter Allgemein,Tierheim Berga,Tierschutz | Kommentare deaktiviert

Feuer in Alt Empordà

Nach unserem eigenen verhältnismäßig kleinen Brand von 370 Hektar wütet nun seit gestern Mittag ein furchtbares Feuer in Alt Empordà an der katalanisch-französischen Grenze, etwa 80 km von Berga entfernt. Unzählige Tiere bleiben eingeschlossen auf verlassenen Bauernhöfen zurück und sterben einen furchtbaren Tod. Überall in Spanien spielen sich in den letzten Wochen ähnliche Szenen ab…

(Foto: Lluís Serrat, de l’arxiu digital d’EL PUNT. Burros y caballos huyendo despavoridos del fuego. La Jonquera i Llers)

Geschrieben von finchenswelt am 23. Juli 2012 | Abgelegt unter Allgemein,Leben in Spanien,Tierschutz | Kommentare deaktiviert

Waldbrand

Große Aufregung am Donnerstag/Freitag: Waldbrand in 8 km Entfernung, bei der extremen Trockenheit eine Katastrophe. In ganz Spanien brennt es zur Zeit. Von Donnerstag 17:00 bis Freitag 22:00 ist das Feuer außer Kontrolle und wir sitzen auf gepackten Koffern. Dann endlich kommt die Entwarnung. So eine Aufregung sind wir aus Deutschland nicht gewohnt …

Geschrieben von finchenswelt am 22. Juli 2012 | Abgelegt unter Allgemein,Auswandern,Leben in Spanien | Kommentare deaktiviert

Petra bleibt bei uns

Seit gestern ist es offiziell: Unser Mausi geht nirgendwo mehr hin. Wir sind glücklich und hoffen, auch Petra viele Jahre glücklich machen zu dürfen.

Geschrieben von finchenswelt am 22. Juli 2012 | Abgelegt unter Allgemein,Petra | Kommentare deaktiviert

Statusbericht Fulla

Nachdem Fulla anfing, unsere Nasen anzubrumnmeln, wenn diese sie unten besuchen kamen, im Gegenzug aber immer noch keine Anstalten zeigte, selbst mit nach oben zu kommen, haben wir uns entschlossen, sie künftig mehrmals am Tag mit hinaufzunehmen, damit sich keine Situation etabliert, in der sie immer abgesondert von den anderen ist und irgendwann ihren Privatplatz verteidigt. Denn wenn sie längerfristig bei uns bleiben soll, muss sie sich natürlich in die Gruppe integrieren, was nur klappen kann, wenn die Hunde sich miteinander auseinandersetzen müssen. Petra und Fulla sind immer noch ein zartrotes Tuch, aber wir haben uns jetzt telefonisch ein paar wertvolle Tipps von www.mobi-dogs.de geholt, die uns hoffentlich dabei helfen werden, das Verhältnis der beiden in positive Bahnen zu lenken.

Insgesamt wird Fulla täglich entspannter und gelöster. Im Haus zu sein ist überhaupt kein Problem mehr, im Gegenteil.

Hier ein paar Bilder von gestern:

Heute Nacht hat sie übrigens das allererste Mal mit im Bett geschlafen, und heute Morgen hat sie sich prompt allein die Treppe hinunter (leider nicht wieder herauf) getraut.

Geschrieben von finchenswelt am 22. Juli 2012 | Abgelegt unter Allgemein,Fulla | Kommentare deaktiviert

Fulla – die ersten Tage

Ein kleiner Rückblick über die ersten Tage mit Fulla:

Tag 1

Alles ist neu und komisch. Obwohl seit Mittag bei uns, traut Fulla sich erst bei Einbruch der Dunkelheit ins Haus, und das auch nur in robbender Haltung und nach ganz viel Zuspruch – und mit ganz viel Mutmach-Käse. :-)

Der erste Spaziergang verlief dafür ziemlich entspannt:

http://vimeo.com/45596701

Tag 2

Der Tag beginnt mit großer Aufregung, denn Fulla kann den Morgenspaziergang nicht erwarten und entfleucht uns über die Wand des Patios, was wir bis dahin für unmöglich hielten. Da kann man es immer nicht fassen, wenn Adoptanten so etwas passiert, und ist selbst nicht davor gefeit. Nach knapp 2 Stunden panischem Suchens haben wir sie wieder, sie war die ganze Zeit in der Nähe des Hauses geblieben. Fortan geht es für Fulla nur noch angeleint in den Patio, sehr zu ihrem Leidwesen. Der Rest des Tages verläuft entspannt. Im Haus zu sein fällt Fulla noch merklich schwer, sie weiß nicht, was sie tagsüber mit sich anfangen soll, außer in ihrem Korb zu liegen (wie sie es im Zwinger eben auch den ganzen Tag getan hat).

Tag 3

Hier ein paar Bilder vom 3. Tag mit Fulla:

Tag 4

Nach wie vor traut Fulla sich nicht nach oben, wo sich der Hauptteil unseres Lebens Zuhause abspielt. Wir drängen sie nicht, wünschen uns aber schon, dass sie sich langsam mehr ins Rudel integriert, was natürlich erschwert wird, wenn sie räumlich vom Rest der Nasen separiert ist, weil sie sich noch nicht hinauf traut. Zwischen Petra und Fulla gibt es seit dem 2. Tag immer mal wieder etwas unschönes Gebrummel. Wir hoffen, das sind nur Startschwierigkeiten, für eine aussagekräftigere Beurteilung ist Fulla natürlich erst eine viel zu kurze Zeit bei uns und insgesamt noch viel zu unsicher.

Positives lässt sich schon einiges sagen: Fulla ist drinnen absolut sauber und angenehm, zerstört nichts, bellt nicht, erledigt ihre Geschäfte draußen (sie war bereits im Tierheimzwinger sehr reinlich), geht ausgesprochen gut an der Leine, ist sehr leicht führbar und hört ausgesprochen gut. Außerdem begreift sie unheimlich schnell, was wir von ihr wollen, und gibt sich dann große Mühe, das auch umzusetzen. Insgesamt ist es, bei allen Unsicherheiten, absolut erstaunlich, dass ein Hund nach 9 Jahren Zwinger so klar im Kopf und so umgänglich geblieben ist.

Tag 5

Gartenarbeit. Fulla ist an der Schleppleine mit dabei und legt sich brav zwischen die Gemüsebeete und nicht darauf. :-)

Tag 6 (heute)

Fast, FAST haben Oli und Fulla es heute Abend gemeinsam bis ins Obergeschoss geschafft. Auf der vorletzten Stufe überlegt Fulla es sich dann doch anders und dreht um, aber nicht panisch, sondern ganz umsichtig und friedlich. Ein großer Erfolg. Spätestens in 2 Tagen wird sie es hoffentlich bis ganz nach oben schaffen. :-)

Geschrieben von finchenswelt am 16. Juli 2012 | Abgelegt unter Allgemein,Fulla | Kommentare deaktiviert

Fulla: Unser neuer Pflegehund

Nach dem Auszug von Pointer Renato im März waren wir nun soweit, den frei gewordenen Pflegeplatz neu zu besetzen.

So zog Fulla bei uns ein, eine 9 1/2 jährige Pitbullhündin, die fast ihr gesamtes Leben im Tierheim Berga verbracht hat. Wir kennen Fulla jetzt beinahe 6 Jahre lang. Bei unseren Besuchen in Berga war sie immer etwas Besonderes für uns, nur gab es vor der Auswanderung nie die Möglichkeit, sie aufzunehmen.

Da Fulla beinahe ihr ganzes Leben im Tierheimzwinger verbracht hat, kennt sie nichts von der Welt und ist natürlich erst einmal sehr verunsichert von allen neuen Eindrücken. Sie wird sicher eine ganze Weile brauchen, bis sie lernt, offener auf das Leben zuzugehen.

 

Vor drei Tagen kam Fulla zu uns und traute sich erst einmal geschlagene neun Stunden lang nicht ins Haus. Erst als es draußen dunkel wurde, ließ sie sich mit viel Käse und gutem Zureden überzeugen, sich (robbenderweise) doch endlich ins Haus zu bewegen. Mittlerweile bewegt sie sich drinnen schon etwas freier, aber so richtig geheuer ist ihr das Ganze offenbar noch nicht. Dafür liebt und genießt sie die gemeinsamen Spaziergänge mit dem ganzen Rudel rund ums Haus schon sehr.

Mit den anderen Nasen versteht sie sich bisher ganz gut – ein problemloses, harmonisches Zusammenleben ist für uns Bedingung dafür, dass Fulla dauerhaft hier bleiben kann, denn bzgl. ihrer Vermittlungschancen machen wir uns keine großen Ilusionen.

Dafür, dass sie so lange im Tierheim war, ist sie ausgesprochen gehorsam und leinenführig, und ihre schnelle Auffassungsgabe ist beeindruckend. So sind wir vorsichtig optimistisch, dass sie sich hoffentlich schnell bei uns einleben und gut integrieren wird.

Geschrieben von finchenswelt am 14. Juli 2012 | Abgelegt unter Allgemein,Fulla | Kommentare deaktiviert

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